Presse

 

Schmankerlkönigin aus der Holledau

Hannelore Langwieser gewinnt Kochwettbewerb des Bayerischen Fernsehens

 
Die Hallertau hat eine Königin der Kulinarik: Hauswirtschaftsmeisterin, 2. Bürgermeisterin und CSU-Bezirksrätin Hannelore Langwieser aus der Hopfenstadt wurde  im Rahmen der BR-Livesendung "Wir in Bayern" zur bayerischen Schmankerlkönigin des Jahres 2012 gekürt.

Ins Finale kam sie per Internet mit über 3 000 Stimmen durch die Gunst der Zuschauer, die unter sechs Kandidaten auswählen mussten. Mit ihrer Kreation "Rinderfilet Papa Ratzi" in Anlehnung an das diesjährige Weihnachtsessen beim bayerischen Papst Benedikt XVI. landete sie auch bei der dreiköpfigen Fachjury des Bayerischen Rundfunks einen Volltreffer und setzte sich gegen Johanna Bell-Hartl aus Kolbermoor, die "Reh im Bett" servierte, durch.

Langwieser, die die Kochredaktion des Senders schon im ersten Durchgang des Wettbewerbs im Juli mit einem Schweinefilet begeistert hatte und in einer Kochschürze mit dem Mainburger Stadtwappen antrat, konnte ihren Sieg zunächst gar nicht fassen. Als Preis durfte sie eine Urkunde und einen Gutschein für ein Essen für vier Personen in einem Nobelrestaurant mit nach Hause nehmen.

  

Mit ihrem "Rinderfilet Papa Ratzi" im Pfannkuchenteigmantel wurde Hannelore Langwieser aus Mainburg (2. v. r.) "Schmankerlkönigin". (Foto: Kellerer)

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„Pflegekraft auf Zeit“
Hannelore Langwieser folgt Einladung der Freien Wohlfahrtspflege


Mainburg. Einmal die Perspektive wechseln, einen neuen Blick auf die Dinge wagen – dazu lud die Freie Wohlfahrtspflege auch heuer wieder vom 8. bis 14. Oktober mit der Aktion „Rollentausch“ ein. CSU-Bezirksrätin Hannelore Langwieser folgte der Einladung als „Pflegekraft auf Zeit“.
Pünktlich erscheint die Vizebürgermeisterin am Samstag zum Dienst, den sie sozusagen in Vertretung der examinierten Krankenschwester Christiane Wolff-Ostermeier antreten wird. Ihr „Chef“, Helmut Schmid vom privaten Unternehmen „Pflege aktiv“, weist sie in die anstehenden Aufgaben ein. „Für mich ist der Rollentausch eine ganz wichtige Sache“, erklärt die 58-Jährige ihre Motivation. Politiker und andere Entscheidungsträger sollten „wissen, wofür sie die Hand heben, wenn es um eine Abstimmung geht“, betont sie. Und dabei reiche es eben nicht aus, nur „über Sachverhalte zu lesen“. Es sei eine ganz andere Geschichte „tatsächlich in Häuser reinzugehen, weil man dann hautnah erlebt, dass sich hinter jeder Fallzahl, hinter jeder Statistik ein menschliches Schicksal verbirgt“.


Im Falle der Pflege sind es gleich zwei Perspektiven, die sich auftun: die Sicht des Patienten und seiner Notlage aber auch die der Krankenschwester. „Hier wird oft eine Arbeit geleistet, die man in Euro und Cent nicht abrechnen kann“, weiß die Behindertenbeauftragte des Bezirkes Niederbayern nicht erst nach ihrem persönlichen Einsatz um die Bedeutung menschlicher Zuwendung. „Einmal streicheln, Mut zusprechen, bringt oft mehr als jedes Medikament“, ist sie überzeugt. Weshalb sie ja auch um die Anpassung der Abrechnungsmodalitäten (Leistungskomplexe nach Paragraf 89 SGB XI) gekämpft habe, wie sie betont.


Auf der Liste der zu Versorgenden steht heute eine ältere Dame ganz obenauf. Ohne jegliche Scheu setzt sich die stellvertretende Bürgermeisterin an deren Bett und ist im Nu in ein Gespräch vertieft. Die Seniorin, die gerade um die Einstufung auf Pflegestufe II ringt, schüttet ihr Herz aus. Langwieser hört geduldig zu. Zeit, die der Gesetzgeber als „Betreuungsleistung“ nicht vorsieht, nicht einmal in der Sterbebegleitung oder bei der Versorgung von schwer Krebskranken. Für Christiane Wolff-Ostermeier als „Pflegerin aus Berufung“ oft schmerzlicher Alltag. Ginge es nach den Vorschriften, müsste sie „Dienst mit der Stoppuhr tun“. Langwieser stimmt ihr zu: „Da läuft einiges schief“. Gerade deshalb sei es ihr so wichtig, neue Wege im Sinne der Patienten zu finden.
„Da lässt sich einiges umstrukturieren“, ist sie sicher und hat auch gleich ein Beispiel parat. Es könne doch nicht angehen, dass die Kassen eine langwierige Fahrt zum Krankenhaus für einen Verbandswechsel bezahlen, statt die gleiche Leistung in der häuslichen Pflege angemessen zu vergüten – was für den Betroffenen angenehmer und für die Kasse preiswerter käme. „Positives sparen“ nennt sie eine ihrer Forderungen, bei denen „wir Politiker den Finger in die Wunde legen müssen“.


Schmid kann ihr da nur beipflichten, moniert zugleich aber eine nicht zu tolerierende Sparpraxis „der Krankenkassen“: Da würden vom Facharzt verordnete Maßnahmen – etwa eine tägliche Wundbehandlung – einfach „zusammengestrichen“ nach dem Motto „jeder zweite Tag reicht auch“. Schwärende Wunden und Schmerzen habe der Patient zu tragen. Gleichzeitig steige das Maß an Bürokratie „auf ein fast untragbares Niveau“.
Die Neuaufnahme eines Klienten verschlinge fast einen ganzen Arbeitstag an Schreiberei, wettert der Leiter des privaten Pflegedienstes, der dabei zugleich die Bewertungskriterien des Medizinischen Dienstes kritisiert. „Da werden Unternehmen wie das unsere mehr nach der Art, wie der Papierkram geführt ist als nach der tatsächlichen Pflegeleistung beurteilt“. Dass er bei seinen zwölf Mitarbeitern, die über 60 Einsätze am Tag fahren, viel Wert auch auf soziale Kompetenz legt und ausschließlich Fachkräfte einstellt („mit einem sechswöchigen Schnellkurs lasse ich niemand auf Pflegebedürftige los“), zählt nicht als Qualitätsmerkmal.


Doch zurück zum „Rollentausch“. Im Handumdrehen hat „Schwester“ Langwieser das Vertrauen der korrekt als „Klientin“ zu bezeichnenden Seniorin gewonnen. Bevor sie ihr ebenso behutsam wie routiniert einen Kompressionsstrumpf anlegt, hilft sie ihr zum Sitzen auf. Dann ist die tägliche Hygiene dran und schließlich noch ein wenig Hilfestellung auf der Suche nach wichtigen Formularen. Auch das wäre „nicht abrechnungsfähig“. Dass sie für die Versorgung eines aufgebrochenen Krebsgeschwüres, die schon mal 50 Minuten in Anspruch nehmen kann, acht Euro verrechnen dürfte, zeigt ihr „dass bei den Abrechnungsmodalitäten einiges überdacht werden muss“. Am Ende bleiben noch die Protokolle auszufüllen. Jeder Handgriff muss dokumentiert werden. „Ja Wahnsinn“, entfährt es der Politikerin angesichts des geforderten handschriftlichen Aufwandes.


Am Ende ihres Einsatzes ist Langwieser beeindruckt von der Vielfalt der Aufgaben, die es zu erledigen gab. Und sie wünscht sich, wie ihre „Kollegin“, dass die geleistete Arbeit „mehr Anerkennung findet.“ Darüber hinaus versichert die Politikerin, die ihre eigene Stärke im Schaffen von Netzwerken sieht, dass sie um „allseits tragbare Lösungen für die Probleme ringen“ werde.


„Ich bekomme die Nöte ja auf verschiedenen Ebenen mit – als Stadträtin, Verwaltungsrätin im Krankenhaus oder als Behindertenbeauftragte“, bringt sie auch den kommunalen Aspekt ins Spiel. Sie will den Blick der Politik für das Thema Pflege schärfen – und dabei kämpfen „für ein bundeseinheitliches Leistungsgesetz, damit auch die Kommunen mit berechenbaren Größen in ihren Sozialhaushalten rechnen können“. Froh ist sie, dass man in Mainburg „sehr gut versorgt ist“, dank eines Krankenhauses in Kombination mit Pflegediensten und Ärzten. Dennoch ist ihr Ziel „noch weniger stationäre Unterbringung, mehr alternative Wohnformen“.


Dankbar ist sie nach dem Rollentausch auch ganz persönlich „dafür, dass ich körperlich und geistig ganz gesund bin“. Als Mitglied in der Deutschen Hospitalité Notre Dame de Lourdes drückt sie das alljährlich auf ganz besondere Art aus: Sie arbeitet eine Woche lang ehrenamtlich im Dienst der Organisation am Gnadenort. Ganz unten, „in Demut“. Im Sinne der Heiligen Bernadette, „wie ein Besen, den man wegstellt, wenn er nicht mehr gebraucht wird“. Denn, so ihre Erfahrung: „das zeigt dir, was wirklich wichtig ist, und befreit ungemein“. Wer täglich in der Pflege arbeitet, kann das wohl nur unterschreiben.

von Maggie Zurek


 

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (rechts) war Ehrengast und Schirmherr des Hallertauer Hopfakranzlfestes am 09.09.2012 - organisiert und moderiert von Hannelore Langwieser.


 

Bezirksrätin Hannelore Langwieser traf den designierten Bundespräsidenten Joachim Gauck am Rande einer Veranstaltung in München. 

Von Harry Bruckmeier

Mainburg/München. Das kleine Geschenk, das Hannelore Langwieser Joachim Gauck in die Hand drückte, hat stolze 56 Prozent. Für Politiker ist das normalerweise ein Traumergebnis. Der designierte Bundespräsident wird bei seiner Wahl am Sonntag in der Bundesversammlung weit mehr einfahren - so viel steht jetzt schon fest. Aber wer weiß, vielleicht wird Joachim Gauck am Abend eines für ihn sicherlich anstrengenden Tages das Fläschchen Hopfenschnaps der niederbayerischen Bezirksrätin aus seiner Jackentasche hervorholen, sich zufrieden zurücklehnen und sich genüsslich ein Schlückchen gönnen.


Noch aber ist Gauck der Kandidat. Und es gehört nun einmal zum guten Ton, sich bei denen vorzustellen, die einen wählen sollen. Das tat der Bewerber um das höchste Amt im Staate am Montagnachmittag in München. Selbstbewusst trat er vor die 91 Delegierten der Christsozialen zur Bundesversammlung, die sich in der CSU-nahen Hanns-Seidl-Stiftung versammelt hatten. Auf Einladung der CSU-Landesleitung durften bei diesem Termin jede Menge Vertreter der Partei-Basis dabei sein, darunter auch die Mainburger Vize-Bürgermeisterin, die es sich nicht nehmen ließ, persönlich in die Landeshauptstadt zu fahren.  

 

 

 

 

 

 


 

Hopfenstadt Mainburg auf der Grünen Woche 2012 in Berlin

 

V.l.: 2. Bürgermeisterin Hannelore Langwieser, Standbetreuerin Inge Schlemmer, Bundeslandwirtschafts -und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, Ilse Lutzenburger

 

 


Pfaffenhofener Landrat Martin Wolf beim CSU-Neujahrsempfang des Ortsverbandes Mainburg

V.l.: MdB Wolfgang Götzer, MdL Martin Neumeyer, Pfaffenhofener Landrat Martin Wolf, Bezirksrätin und 2. Bürgermeisterin Hannelore Langwieser

 

Neujahrsansprache des Pfaffenhofener Landrats Martin Wolf: 
"Politik braucht das Vertrauen der Menschen"
Profunde Gedanken über die Zukunft der parlamentarischen Demokratie
Von Harry BruckmeierMainburg. Es gibt sie noch, die Siegertypen bei der CSU. Bestes Beispiel dafür ist ein Mann wie Martin Wolf. Ihm ist es im vergangenen Jahr gelungen, den für zwei Jahre an die Freien Wähler verlorenen Chefsessel im Pfaffenhofener Landratsamt für die Schwarzen zurückzuerobern. Doch wer sich vom Ehrengast des CSU-Neujahrsempfangs eine flammende Hurra-Rede erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Vielmehr tischte der Gast aus dem Nachbarlandkreis den etwa 150 Besuchern in der Stadthalle eher schwere Kost in Form eines politischen Grundsatzreferats auf.
Es waren durchaus nachdenkliche Töne, die Landrat Wolf in seiner knapp einstündigen Rede anschlug. Und auch sein selbst gewähltes Thema war alles andere als dazu geeignet, in große Jubelarien auszubrechen. "Parlamentarische Demokratie stärken", so lautete nicht nur die Überschrift seines Beitrags, vielmehr war das eine Botschaft, die er an diesem Abend auch vermitteln wollte.
Das Kontrastprogramm zum Hauptredner lieferte CSU-Kreisvorsitzender Martin Neumeyer. Nicht ahnend, was nach ihm kommen würde, sang er das hohe Lied auf Bayern, die CSU und ihre Erfolge. "Das ist doch ein herrliches Land, in dem es sich lohnt zu leben", rief er in den Saal. Bei seinem Blick auf die aktuelle Kreispolitik klang der CSU-Kreischef dann freilich ganz anders. Versäumnisse hier, offene Baustellen dort machte Neumeyer aus und nannte in diesem Zusammenhang die nach wie vor ungeklärte Frage der Landratsamtssanierung, die in seinen Augen falsche Entscheidung zum Standort der Fach- und Berufsoberschule in Kelheim oder das Jugendparlament, das nach seinem Dafürhalten ein Dornröschendasein fristet.
Auch die harsche Kritik von CSU-Ortsvorsitzender Hannelore Langwieser an der Entscheidung der Staatsregierung, die Realschule Hallertau nur zweizügig zu führen und damit Schüler aus Teilen der umliegenden Ortschaften auszuschließen, ließ der einmal in Schwung gekommene Neumeyer so nicht gelten. "Wir sollten uns freuen, dass die Realschule kommt, das ist doch eine tolle Sache für Mainburg", jubilierte der Landtagsabgeordnete.
Der Pfaffenhofener Martin Wolf könnte sich glücklich schätzen. Der 56-jährige zweifache Familienvater kommt aus der "lebenswertesten Kleinstadt der Welt" und steht laut "Focus Money" dem wirtschaftlich stärksten aller 412 deutschen Landkreise vor. Doch der vor gut fünf Monaten gewählte Kreischef weiß selbst am besten, dass ihm diese reifen Früchte ohne sein Zutun in den Schoß gefallen sind. Daher nennt er die jüngst errungenen Titel bewusst auch nur "Momentaufnahmen".
Abseits aller Tagespolitik hatte sich Martin Wolf mit "Die Stärkung der parlamentarischen Demokratie" ein Thema gewählt, "das mir sehr am Herzen liegt und das überhaupt die Motivation für meine politische Tätigkeit darstellt". Eingangs stellte er eine Behauptung in den Raum, die unter Demokraten unumstritten sein sollte: "Es herrscht allgemein unverändert ein Grundkonsens in der Gesellschaft, dass die parlamentarische Demokratie die beste aller möglichen Staatsformen für unser Land sei - auch zur Organisation des Gemeinwesens in unseren Kommunen."
So weit, so gut - und doch komme diese Überzeugung allzu oft ins Wanken, meinte Wolf mit einem Blick auf geringe Wahlbeteiligungen, neue Exoten unter den Parteien wie die "Piraten" oder Widerstände der Bevölkerung bei der Durchsetzung bestimmter Großprojekte wie zuletzt bei "Stuttgart 21". Viele Mitbürger resignierten und hätten nur noch wenig Vertrauen in die weitere Entwicklung Deutschlands und ihre künftigen Lebensumstände, zitierte er eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Dieser Vertrauensverlust sei jedoch nicht nur Ausdruck der aktuellen Finanz- und Bankenkrise, sondern das Ergebnis einer lange unterschätzten Entwicklung, so die Überzeugung des Kommunalpolitikers.
Große Teile der Gesellschaft fühlten sich durch die Politik nicht mehr vertreten. Den gegenwärtigen Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft würden Lobbyismus und Gier, aber auch eine Abkoppelung von der Wirklichkeit vorgeworfen. Von dem Optimismus der Nachkriegsgeneration sei heute nichts mehr zu spüren, zitierte Wolf das Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn, die in ihrer Analyse weiter ausführt: "Die veränderten Wirtschaftsbedingungen der Globalisierung bringt Gewinner und Verlierer hervor, die Gesellschaft fällt auseinander."
Anleihen von Prof. Werner Weidenfeld, dem Direktor des Centrums für angewandte Politikforschung und Lehrstuhlinhaber für Politische Wissenschaft an der LMU München, verwendete Wolf, als er der Frage nachging, ob sich die moderne Demokratie an einem Wendepunkt befindet. Wie Weidenfeld erkennt der Pfaffenhofener Landrat eine "bürgerliche Unruhe, die auch die Parteien erfasst und mit der sie kämpfen". Äußere Zeichen dafür seien die Hektik in der medialen Berichterstattung, erdrutschartige Wählerbewegungen mit einer Erosion traditioneller Wählermilieus, ein neuer Trend des Protestierens und eine völlig andere Art und andere Geschwindigkeit der Kommunikation durch das Internet.
Zur Lösung solcher Negativtrends folgt der Kommunalpolitiker Wolf ebenfalls dem Politikwissenschaftler Weidenfeld. So müssten Parteien wieder eine programmatische Orientierung leisten, sprunghafte Hektik durch längerfristiges, strategisches Denken und Handeln ersetzen, die Partizipation der Menschen am politischen Geschehen erhöhen und schließlich eine zuverlässige Kommunikation betreiben. Wolf: "Was heute früh erklärt worden ist, muss heute Abend und auch morgen noch gelten. Und wenn es nicht mehr gilt, muss erklärt werden, warum."
Den Gedanken Weidenfelds fügte der Redner noch vier eigene hinzu und ging dabei auch mit der eigenen Partei durchaus kritisch ins Gericht. Für eine Partei, die erfolgreich sein und bleiben will, sei es nicht ausreichend, immer nur die eigenen Erfolge herauszustellen. Sie müsse immer wieder ansprechen, was sie verändern will und wie sie es verändern will. Beim Stichwort Partizipation, also Teilhabe, sprach der CSU-Politiker insbesondere die Jugend an: "Wenn wir überzeugt sind, dass die parlamentarische Demokratie die beste Staatsform ist, dann müssen wir das in erster Linie der Jugend vermitteln."
Bei wichtigen Themen riet der Pfaffenhofener Kreischef seinen Kollegen aus der Politik: "Zunächst Anlauf nehmen, dann aber auch tatsächlich abspringen." Weiter legte Wolf den Parteienvertretern einen respektvollen Umgang untereinander ans Herz. "Politiker müssen nicht die besseren Menschen sein. Aber wenn sie Orientierung geben wollen, dann müssen sie zunächst Orientierung geben im Umgang untereinander."
Bei den Menschen - und damit den Wählern - warb der Kommunalpolitiker um Vertrauen nicht nur für Politiker, sondern auch für alle anderen, die in der Gesellschaft Verantwortung tragen. Denn: "Wir können nur gewinnen, wenn wir uns gegenseitig vertrauen."

 


Behindertenbeauftragte Niederbayerns informierten sich über Suchterkrankungen


Im Bild: Bezirksrätin und Behindertenbeauftragte des Bezirks Niederbayern
Hannelore Langwieser, 3. von rechts, links daneben Oberarzt Dr. Afrim
Emini, Christine Windorfer, Mitarbeiterin der Pflegedirektion und Dipl.
Psychologin Agnes Schmelmer

Landshut, den 24.11.2011







Mit dem Thema "Sucht in allen Facetten" befassten sich die
niederbayerischen Behindertenbeauftragten vor kurzem bei ihrem Treffen im
Bezirksklinikum Mainkofen.

Oberarzt Dr. Afrim Emini, Diplom Psychologin Agnes Schmelmer und die
Mitarbeiterin der Pflegedirektion Christine Windorfer erläuterten
Diagnosestellung, Therapien sowie Nachsorge und beantworteten Fragen der
Behindertenbeauftragten. Dabei wurde das ganze Spektrum von
Suchtkrankheiten beleuchtet, angefangen bei stoffgebundenen
Suchterkrankungen wie beispielsweise Alkohol- und Drogensucht bis hin zu
nicht stoffgebundenen wie Spiel- und Internet-Sucht.



Die grundsätzliche Aufgabe der Behindertenbeauftragten ist es, die Belange
von Menschen mit Behinderung wahrzunehmen und sich für deren
Gleichstellung in der Gesellschaft einzusetzen. Neben körperlich und
geistig Behinderten, gehören Menschen mit psychischer Behinderung und von
Behinderung bedrohte, darunter Menschen mit Suchterkrankung zu dem
Personenkreis, deren Interessen von Behindertenbeauftragten vertreten
werden. Das grundsätzliche Ziel ist die Wiedereingliederung in die
Gesellschaft beziehungsweise die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Für
die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist der Bezirk
zuständig.


Besuch des Bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer am Gallimarkt Mainburg 2011

 


 

 

 


csu  

Hans Rampf (links) und Uwe Brandl (rechts), zwei bekannte und bekennende Querdenker innerhalb der CSU, nahmen auch bei ihrem
Auftritt in der Hopfenstadt kein Blatt vor dem Mund. Foto: Bruckmeier

Gemeindetagspräsident legt politisches Glaubensbekenntnis ab:

Brandl warnt vor Beliebigkeit in der Politik


CSU bietet Abensbergs Bürgermeister und Landshut OB Hans Rampf im Doppelpack auf

Mainburg (hb). Querdenken innerhalb der CSU ist nicht erst seit einer Gabriele Pauli en vogue. Auch der frühere Landtagsabgeordnete, Staatssekretär a.D. und heutige Kelheimer Vize-Landrat Gerhard Merkl oder Landshuts OB Josef Deimer eckten immer wieder beim eigenen Parteiestablishment an. In ihre Fußstapfen könnten Deimers Nachfolger Hans Rampf und Abensbergs Bürgermeister und Gemeindetagspräsident Uwe Brandl treten, die ihrer Partei nicht selten ins Gewissen reden.
Beide Protagonisten, denen der Ruf vorauseilt, niemals ein offenes Wort zu scheuen, traten am Vormittag des "Tags der Deutschen Einheit" im Rahmen einer Veranstaltung des CSU-Ortsverbandes auf, der gerade seine Listennominierung für die Stadtratswahl erfolgreich hinter sich gebracht hatte (wir berichteten), Schade nur, dass das "Zwölf-Uhr-Läuten" eine ausgiebige Diskussion mit den prominenten Gästen nicht mehr zuließ, Die eine oder andere provokante These, die die beiden engagierten Redner da in den Raum gestellt hatten, hätte ein Nachhaken verdient.
Dem CSU-Übervater Franz Josef Strauß wird der Satz zugeschrieben, die CSU in Bayern sei sich selbst die größte Opposition. In dieser Tradition sezierte Uwe Brandl knallhart die Problembereiche der aktuellen Politik, legte den Finger in so manche offene Wunde und formulierte profunde Gedanken, die einer näheren Betrachtung - nicht zuletzt durch die CSU-Oberen - allemal wert sind. Beispiel Büchergeld, wo er der Staatsregierung schwere handwerkliche Fehler vorhielt; Beispiel Transrapid, den er gerne mit einer Investitionsinitiative für den Nahverkehr im ländlichen Raum gekoppelt sähe; Beispiel Betreuungsgeld, das er als Konservativer gegen den Widerstand von

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) einfordert; Beispiel Solidaritätszuschlag, den er zu hinterfragen wagt, nachdem im Osten nach wie vor keine "blühenden Landschaften" entstehen, während nun auch im Westen der Putz bröckelt.
Politik in diesen Tagen sei "kein angenehmes Geschäft", so Brandl in seinem engagiert vorgetragenen politischen Glaubensbekenntnis. Um so mehr wundert sich der Gemeindetagspräsident, wie sorglos die politische Klasse, quer über alle Parteigrenzen hinweg, in den Tag hinein regiert. Brandl scheut sich nicht, den unbequemen Weg zu gehen, das heißt, Besorgnis erregenden Entwicklungen auch einmal mit ordnungspolitischen Maßnahmen zu begegnen und nicht alles dem freien Spiel der Kräfte zu überlassen.
Hans Rampf, der die Rede seines Parteifreundes Brandl über weite Strecken mit zustimmendem Nicken verfolgte, nannte es eine Stärke der CSU, die breite Bevölkerung - anders als die SPD - in ihre Politik einzubinden. Der Landshuter OB, der sich selbst als einen "Quereinsteiger in die CSU" bezeichnet, warnte die soeben gekürten Kandidaten davor, ihre Bewerbung um ein öffentliches Amt als "Selbstläufer" zu sehen. Eine Kommunalwahl sei eine Persönlichkeitswahl, bei der Charakter, Anstand und Umgangsformen als oberste Tugenden gefragt seien.
Ein besonderes Anliegen Rampfs, der sich durchaus in der Tradition seines Vorgängers Deimer sieht, ist die enge Verknüpfung zwischen der Stadt und ihrem Umland. "Wir müssen aufpassen, dass der ländliche Raum nicht schwächer wird", warnte er, denn wir brauchen ein starkes Umland."

Hallertauer Zeitung am 06. Oktober 2007